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Das Pferd als enger Therapiepartner
Hippotherapie griech.: hippos = Pferd,
therapeia = Behandlung

Hippotherapie ist Physiotherapie auf neurophysiologischer Basis mit und auf dem Pferd. Sie ergänzt und erweitert in einmaliger Weise die übliche neurophysiologische Physiotherapie.

Sie wird von Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung angeboten und bedarf der schriftlichen Befürwortung und Überwachung des behandelnden Arztes.

Durch die Schrittbewegung des Pferdes wird das Becken des Reiters in den selben, komplexen Bewegungsabläufen bewegt als würde er selber gehen. Der Patient erfährt im Becken eine Auf- / Ab-, Vor- / Zurück, Links- / Rechtsbewegung mit einer Rotationskomponente verknüpft. Also einen dreidimensionalen Schwingungsimpuls. Die dadurch entstehenden Impulse ermöglichen ein gezieltes Training der Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktionen sowie eine Regulierung des Muskeltonus. Hinzu kommt die psychische und emotionale Komponente, die in der gesamten Behandlung einen hohen Stellenwert trägt.

Viele Patienten haben gelernt, das Pferd selbständig zu lenken und zu führen, so dass sie ihren Therapiepartner alleine in einer geschlossenen Umgebung, Reithalle oder Reitplatz, reiten können. Dies führt zu einer enormen Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins. Hippotherapie ist bei zahlreichen Erkrankungen und Schädigungen des Zentralnervensystems und des Stütz- und Bewegungsapparates sinnvoll. Weiter erhält man große Erfolge bei emotionalen Störungen, Verhaltensauffälligkeiten auch mit Autoagressionen oder vermindertem Selbstbewusstsein. Dennoch werden die Kosten für die Hippotherapie nicht von den Krankenkassen übernommen, da der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen den therapeutischen Nutzen nicht anerkannt hat.

Am 25. April 2010 gründete Petra Jenal den Verein Ehrensache e.V. Der Förderverein setzt sich für behinderte Menschen ein. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt die Hippotherapie der Öffentlichkeit näher zu bringen und möglichst vielen behinderten Kindern eine solche Therapie zu ermöglichen. Darüber hinaus sorgt der Verein für die Beschaffung von Ausrüstungsmaterial für Reiter und Pferd.

Es ist nicht so, dass der Einzelne nichts tun kann.
Das ist eine Parole der Angst.
Immer wird es auf den einzelnen Menschen ankommen,
seinen Mut, seine Verständnisbereitschaft, seine Liebe und Güte.

Franz König 1905, Kardinal von Wien